Das, was ich nicht verstehe
- Stephanie Biscan

- 27. Sept. 2025
- 1 Min. Lesezeit

Es gibt da eine Sache, die ich einfach nicht begreifen kann:
Menschen, die sagen, um Barrierefreiheit müssen sie sich nicht scheren,
da sie ja selbst nicht davon betroffen sind.
Erstens empfinde ich diese Haltung als ziemlich arrogant.
Und zweitens ist sie auch schlichtweg falsch.
Denn auch wenn du gerade nicht auf Barrierefreiheit angewiesen bist, kann sich das jederzeit ändern.
Ich will dir keine Angst machen, aber nur 3% aller Behinderungen sind angeboren. (1)
Der Rest tritt erst im Laufe des Lebens - durch Krankheit, durch einen Unfall oder durch das Alter - auf.
Niemand kann sich davon freisprechen.
Und selbst wenn du zu den Glücklichen gehörst, die ein Leben lang ohne Einschränkungen leben - irgendwann wirst du älter. Spätestens dann bist du froh, wenn die Fahrstühle funktionieren, die Türen sich automatisch öffnen oder die Straßen so gebaut sind, dass man nicht über jeden Bordstein stolpert.
Barrierefreiheit ist kein „Nischenthema"
Es ist ein Thema, das uns alle betrifft.
Immer.
Die Frage ist nicht, ob du Barrierefreiheit einmal brauchen wirst, sondern nur wann.
(1)
Statistisches Bundesamt: „Pressemitteilung Nr. 281 vom 19. Juli 2024“




Kommentare