Wenn ich falle, wer fängt mich auf?
- Stephanie Biscan

- 4. Okt. 2025
- 1 Min. Lesezeit

Vertrauen war für mich lange etwas Fremdes.
Etwas Gefährliches, ein Tanz auf einer messerscharfen Klinge.
Ich habe mich immer auf das Schlimmste vorbereitet – nie auf das Schönste.
Ich habe Menschen nie ganz an mich herangelassen.
Und mich selbst vielleicht auch nicht.
Ich habe ständig damit gerechnet, dass irgendwann etwas zerbricht.
Das Chaos war mir vertrauter als die Ruhe.
Dabei habe ich mir insgeheim nichts mehr gewünscht,
als vertrauen zu können - mich fallen zu lassen, weich zu werden.
Doch bevor ich anderen Menschen vertrauen konnte,
musste ich lernen, mir selbst zu vertrauen.
Mir selbst zu zeigen, dass ich auf mich zählen kann.
Dass ich nicht nur für andere da bin, sondern auch für mich.
Dass ich für meine eigene Sicherheit sorgen kann.
Dass ich mein eigenes Zuhause bin.
Erst dann konnte ich mich fallen lassen, weil ich wusste,
dass ich mich auch selbst wieder auffangen kann.




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